Monday, February 6, 2017

veni vidi vici

Als ich das Modell im Nähheft gesehen habe, wusste ich sofort: DEN Mantel brauche ich unbedingt.
Schnell bin ich zum Laden gefahren und habe rasch genau den richtigen Stoff für ziemlich wenig Geld gekauft (denn immerhin ist das reine Wolle, so eine Art Chanel-Boucle für Winterjacken).
Es sieht zwar aus wie gestrickt, ist aber bewebt...
...Und sehr fix genäht - Ist ja auch simpel!

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Man kann ihn mit oder ohne Gürtel tragen.
Das Modell kommt aus der Knipmode 09/2016.

Der Stoff ist nicht nur warm, sondern auch ziemlich voluminös.
Daher gab es einige Schwierigkeiten, ihn zu nähen. Ich musste häufiger als sonst heften, Obertransport mit Leitschiene benutzen und extra eine Bügelunterlage für den Samt kaufen.

So oder so hätte ich so eine irgendwann für mich anschaffen müssen... Ich kaufte mir sofort 30cm, damit ich sie im Notfall auch durchschneiden kann. Hätte ich sie nicht benutzt, wäre mein Saum und dessen Beleg nach dem Bügeln komplett platt gewesen.
Die Taschen habe ich sogar fertig genäht und dran geheftet. Dann aber sagte mein Mann, der Mantel sähe aus wie ein Bademantel. Also entscheid ich mich dagegen.

Es ist bei Wickelteilen und Cardigans immer so ein schmaler Grad zwischen Mantel, bzw. Kleid oder eben Bademantel. In meinem Fall ging es mit den Taschen wirklich nach hinten los.



Thursday, February 2, 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 1.2

Heute Teil zwei der Aktion von Yvonne und Monika.
Für diejenigen, die es noch wissen, handelt es sich um diese Inspiration.
Da ich schon vorher angefangen habe, habe ich etwas Zeitvorsprung.
Ich muss leider auch im gleichen Zug einräumen:
Ich habe die ganze Woche nichts gemacht. Ich bin heute erstmals wieder halbwegs gesund und auf den Beinen.
Die Bluse ist nach wie vor immer noch ohne Knöpfe,aber ansonsten sich fertig.

Beim Kleid weiß ich nicht, ob ich nich warten sollte, bis ist etwas zunehme, da ich in der vergangenen Woche ein paar Kilos verloren habe, ist alles etwas locker. Ansonsten war die erste Anprobe ok.  Alle Kleinteile sind noch nicht fertig und manche Absteppungen fehlen noch.
Vom Gefühl her glaube ich erstmal,dass es mit dem Stoff gut funktioniert und nicht zu dick ist, wie ich befürchtet habe. Farblich glaube ich, eine weiße/elfenbeinfarbene Bluse wird dem Teil besser tun.
Was die andere Teilnehmerinnen Schönes zeigen, könnt Ihr auf dem Blog von Yvonne anschauen.

Wednesday, January 25, 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - 1.1

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank ist eine Aktion von  Yvonne/Yvonetsurreal  und Monika/Wollixundstoffix. Ich habe sowas no nie gemacht, aber irgendwann ist immer das erste Mal.
Normalerweise vermeide ich jeglichen Termindruck im Hobbybereich und so eine Aktion ist immer mit Terminen und Termindruck verbunden. Diesmal aber habe ich erst angefangen zu nähen und dann die Aktion gesehen und dachte, warum nicht?
"Vom Laufsteg" ist in meinem Fall etwas zu hochgegriffen. Denn es handelt sich um zwei Teile, die absolut alltagstauglich sind.
Meine Inspiration kommt von der Designerin Marissa Webb Spring 2015.
Das war Liebe auf den ersten Klick. So eine Liebe, wenn man nicht essen und nicht schlafen kann.

Bevor ich losgelegt habe, habe ich erst einmal überprüft, ob dieser Schnitt mit meiner Figur kompatibel ist, schließlich bin ich 1,59m und nicht 1,89m:) und da sehen die Proportionen ganz anders aus, auch wenn ich Größe 34 trage.
Dann ging es zum Stoffekauf. Jaja, ging nicht anders...
Ich sah mich in  BLAU. Und nicht irgendein blau, sondern ein ganz bestimmter Blauton. Den Stoff in der richtigen Farbe hab ich ziemlich schnell gefunden.
Die Qualität ist genau so, wie ich mir gewünsch t habe- der Stoff changiert, seht ihr das?
Der Schnitt zur Bluse kommt von meiner heißen Liebe, der russischen Schnitt-Konstruktions-Schule Grasser.ru.
Die Bluse ist schon fast fertig. Ich muss nur noch Knopflöcher machen(die unliebsame Aufgabe).

Für den Trägerrock habe ich mich für ein BW-Gabardin entschieden. Ob das die richtige Entscheidung war, wird sich noch zeigen.
 Knöpfe sind im Übrigen auch blau, und zwar aus Glas.
Und die Viskose Stickgarne sind für Dekostiche da.

Sunday, January 22, 2017

DAS Wickelkleid - Ode an die Weiblichkeit oder es ist nicht alles Gold, was glänzt

"Feel like a woman... wear a dress" lautete Werbespruch zum Kleid von der Erfinderin des Wickelkleides: Diane von Fürstenberg.

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Sehr lange hab ich von diesem Schnitt geträumt. Das berühmte Wickelkleid der Erfinderin des Kleides persönlich! Es müsste doch sooo toll sein. Irgendwann sah ich die kleinste Größe im Netz, sammelte Mut und bezahlte den überdimensional teuren Schnitt und war megaglücklich. Mittlerweile kosten der Schnitt drei mal so viel. Kurz darauf hab ich es zugeschnitten und weg war der Zauber.

Das Kleid wollte einfach nicht genäht werden. Seine Passform hat mich mehr als enttäuscht.
Normalerweise müsste ich in Größe sechs mit OW 78 laut  dem Schnitt nicht nur reinpassen, sondern auch wie gepresste Wurst aussehen.Obwohl ich vorher die Teile auf die Länge schon geprüft und gekürzt habe, war der Torso sehr lang. Ich fand einige genähte Versionen, die ebenfalls zu lang ausfielen und hatten genau wie meine Probe viele unschöne Falten aus der Achsel.
Ich weiß nicht mehr, wie häufig ich enger angepasst habe und wie lange ich um das Armloch nach perfektem Mass gesucht habe, damit ich genug Armfreiheit erhalte und ohne Falten auskomme.
Alles in allem sehr enttäuschend für so einen berühmten Schnitt.
Das Besondere:
Der Rock ist kein 1/4 Teller, sondern eine klassische Glocke. An der Taille ist kaum mehr Weite, als die Taille wirklich benötigt.
Damit das Kleid auch verkehrt herum getragen werden kann, sind Armlochkurven absolut identisch, ebenfalls ist auch die Ärmelkugel vorne und hinten identisch.
Die Ausschnitte werden mit Vlieseline verstärkt, die aber etwas schmaler als die Belegbreite ausfällt und nicht auf den Beleg angebracht wird, sondern an das Kleid selbst. Leider habe ich die Fotos vom Prozess der Entstehung nicht mehr gefunden.

Das Dekolette habe ich zusätzlich mit Formband verstärkt, das ich  auf die Länge des Papierschnittmusters  zugeschnitten habe. Die Nahtzugaben habe ich mit dem Beleg zusammen so abgesteppt, dass man aussen keine sichtbaren Nähte hat (das mag ich persönlich nicht so gerne).
Was soll ich sagen- es ist zwar gewagt, aber bombensicher dicht am Körper!
  
Eins muß man dem Schnitt lassen - er zaubert regelrecht die Weiblichkeit!
Ich fühle mich darin unbeschreiblich weiblich!
Und welche Weiblichkeit kann ohne weibliches  Drama geben:-)