Thursday, March 31, 2016

Farbmarkierung für schnelles Finden

Ich habe mich die ganze Zeit schon gefragt; Warum kann man nicht alle Nadeln so markieren, dass man sie ohne Lupe unterscheiden kann? Mir verschiedenen Nagellacken oder permanent Markern hat es bedingt funktioniert.
Schmetz macht es schon seit einer Weile. Aber was haben mir die Farben bei Markennadeln zu sagen?Warum sind es 2 Farben?  Wie kann ich sie  unterscheiden?
Nun habe ich endlich die Antwort darauf gefunden. Kein Verwechseln mehr.
Jetzt nur ausdrucken oder auswendig lernen. Die Lupe brauche ich dafür nicht mehr.

Friday, March 25, 2016

Sage "Nein!" zum Kleinen Schwarzen

Dieses Thema beschäftigt mich schon seit vielen Jahren.
Ich hatte einen inneren Konflikt durch die folgenden zwei Aspekte:
-Die  Regel "jede Frau soll/muß das kleine Schwarze in der Garderobe besitzen"
-mein Farbtyp ist "Sommer", der eigentlich kein schwarz verträgt
Genau so lange beschäftige ich mich auch mit den Farbtypen, weil Kundenberatung zu meinem Beruf dazu gehört.
Allgemein gilt die Farbe schwarz als die ulitimative Farbe für ihre Kompatibilität mit anderen Farben und anderen Teilen und Accessoires der Garderobe. Und das ist mehr als fragwürdig, denn nur ein einziger Farbtyp, nämlich der Winter, kann sich erlauben, schwarz zu tragen und dabei wirklich gut auszusehen.

Aber besser wäre es mit einer kleinen Geschichte anzufangen. Die große Bedeutung dieser Farbe haben wir Chanel zu verdanken. Sie hat sich nicht zufällig dazu entschieden, die ganze Welt in schwarz zu kleiden. Sie hat die Liebe ihres Lebens durch einen tragischen Unfall verloren. Die Tatsache, dass ihr Geliebter verheiratet war, hinderte sie daran, öffentlich zu trauern. Die Wahl ihrer Farben wurde ausschlaggebend dafür, ihre Trauer zu zeigen. Weiter folgte eine erfolgreiche Marketing Strategie,denn schließlich war sie eine hervorragende Geschäftsfrau. Sie erfand das "kleine Schwarze".
Das "klein" bezieht sich aber keinesfalls auf die Länge des Kleides, sondern auf das Minimum an Akzenten im Kleid- kein Schmuck, keine Details.
Nach wie vor gilt die Farbe schwarz als Farbe der Trauer, Feierlichkeit oder Eleganz.

In letzter Zeit beobachte ich immer häufiger, dass sich zunehmend Frauen anlässlich einer Hochzeit für schwarz entscheiden. Bei der Hochzeit unseren Bekannten waren sogar alle Besucherinnen in schwarz gekleidet, wie bei einer Beerdigung- und das Mitten in Juni!

Wie erwähnt: Schwarz steht nur dem Farbtyp "Winter".  Und Chanel war genau wie die vielen Französinnen, die ihre Kreationen kauften, ein Winter-Typ.
Winter ist die typische Schneewitchen-Frau: blasse Haut, dunkle Haare-sehr starke Kontraste.
Trägt die Winter-Frau also eine schwarze Bluse, wirkt alles gleich harmonisch: Ihre Gesichtskonturen bleiben wie sie sein sollen, sodass sie nicht älter aussah. Auch ihre Hautfarbe bleibt optisch unverändert.
Nun, wenn ein Sommer-, Frühlings- oder Herbst-Typ die Bluse anzieht, entsteht eine Disharmonie zwischen dem Gesicht und dem Kleidungsstück. Es entsteht der Eindruck, dass das Kleidungstück und das Gesicht eine unabhängige Eigendynamik entwickeln.
Wenn man so einer Frau auf der Strasse begegnet, dann hat man das Gefühl, dass das Kleid geht-Man nimmt die Frau darin überhaupt nicht wahr.

Interessant wird es dann, wenn ich sage, dass mir das vor Jahren aufgefallen ist. Ich habe es genau beobachtet, konnte mir aber den Grund für die Wirkung nicht erklären.
Hier sind meine persönliche Beispiele. Ich bin ein Kontrast-Sommer-Typ.
Dieses Foto wurde gemacht als ich 29 Jahre alt war! Das Foto habe ich 10 Jahre später in meiner Bewerbung eingesetzt, weil es endlich vom Alter zu meinem Gesicht passte :-)!
Das zweite Mal ist mir das aufgefallen, als ich mein Vintage-Kostüm fotografierte.
Ich hatte sofort das Gefühl, dass ich um ein paar Jahre gealtert war. Und blasser sah ich ebenfalls aus. Hier habe ich auch hervorragendes Beispiel zum Vergleich, weil ich glücklicherweise dasselbe zwei Mal fotografiert habe, einmal selbst und einmal vom Fotografen. Ich sehe einfach bei beiden Versionen älter aus, als ich tatsächlich bin. Und das liegt genau genommen am schwarz, was mein Gesicht umrandet.
Tja, noch schlimmer sieht es bei meiner Tochter aus. Sie ist ein klarer Frühling. Wenn sie schwarz  trägt, sieht sie aus wie eine Wasserleiche. Da ich sie im Blog nicht unzensiert zeige, kann ich leider nicht demonstrieren,wie schwarz bei ihr wirkt. Dafür kann ich 4 Bilder von Nicole Kidman in schwarz zeigen.

Was also tun, wenn man kein Winter ist?
Für die Trauer kann man immer noch schwarz tragen, aber gut aussehen wird man dadurch nicht.
Man würde wesentlich effektvoller, schöner und gesunder aussehen,wenn das Kleine Schwarze gar nicht schwarz wäre.

Farbberater empfehlen den Typen Frühling und Sommer sehr vorsichtig mit der Farbe schwarz umzugehen. Dagegen raten sie dem Herbst-Typ: Finger weg vom schwarz!
Ich bin kein ausgebildeter Stylist und Farbberater. Daher kann ich nur empfehlen, was allgemein gültig ist:
-Sommertyp: anthrazit, marine, nachtblau
-Frühlingstyp: royalblau, beige, dunkle Brauntöne aus der Farbpalette
-Herbst: mocca

Hier ist noch kleines positiv-Beispiel: grau + Sommertyp.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Post einen weiteren Mythos aus dem Weg räumen.

Saturday, March 12, 2016

Tatsächlich gewonnen

Wie manche von euch schon mittbekommen haben, habe ich im Frühjahr 2016 an einem Blusenwettbewerb des Forums Season.ru, welches sehr beliebt und bekannt ist, teilgenommen. Es ist nicht der erster Wettbewerb,den das Forum organisiert hat, aber der erste, der soviel Begeisterung und Teilnahme ausgelöst hat.

Ich habe tatsächlich den 2ten Platz  beim Blusenwettbewerb  belegt und somit auch einen Geld/Sachpreis gewonnen. Das ist mein erster Sieg überhaupt, um so mehr ist die Freude darüber.
Hier ist das Gruppenbild, gemacht aus den Präsentationsbildern der Blusen der Teilnehmerinnen.

Das Interessante beim Ganzen sind die Eckdaten, die alle Rekorde geschlagen haben:

- Es wurden 80 Blusen präsentiert (zum Durchschauen aller Blusen könntet ihr hier klicken. Beim Klicken des Bildes auf den Link neben dem Foto wird man zu weiteren Details und Foto der Bluse geleitet), die von 47 Männer und Frauen genäht worden sind

-Es geschah in weniger als 2 Monaten (Rekord-Minifrist aller Wettbewerbe bislang)

-Es gab viele Teilnehmer, die so sehr inspiriert waren, dass sie 4 oder gar 5 Blusen gefertigt haben (mich inkl.)

- 208 Personen nominierten mit 4368 Stimmen die Gewinner (Jede Person durfte 21x nominieren)

- Es gab insgesamt 21 Preise, von denen 15 von Usern zur Verfügung gestellt wurden. Die restlichen Preise wurden gesponsort.

- 5 Organisatoren und 9 Helfer, die Tag und Nacht die User inspiriert und geleitet haben, bewerkstelligten den Wettbewerb.

-Auf einem virtuellen Abschlussball wurden die Gewinner bekanntgegeben und gefeiert. Ein echter Künstler hat diesen organisiert, begleitet und jede Teilnehmerin in Szene gesetzt (viele davon sogar mit Hintergrundbildern der Orte, wo sie leben)

Hier ist die Galerie der Gewinner. Gewonnen hat meine elemantare Japan-Bluse.

Dies ist meine Lieblingsdarstellung des Künstlers der Präsentation einer anderen Wettbewerbteilnehmerin (Bluse nr.50).
Meine persönlichen Favoriten waren Bluse Nr. 38(ebenfalls eine Gewinnerin) und Bluse Nr. 57, die den ersten Platz belegt hat.

P.S. Den Geld/Sachpreis habe ich weitergereicht an einen Teilnehmer, für den der Preis einen größeren Wert hat :-)
Für mich zählte die riesige Freude am Gewinn des Wettbewerbs.

Saturday, February 27, 2016

Anpassungen: Mythos "dünne Frauen brauchen kaum Anpassungen"

Dieser Kurzpost dient der  Veranschaulichung, dass dieser Mythos nicht stimmt!

Das Probemodell ist aus Nessel, da Nessel wie kein anderer Stoff alle Unregelmässigkeiten sofort aufzeigt.

Anbei könnt ihr sehen WIE VIEL Anpassung sogar bei einem jungen und schlanken Mensch doch nochwendig ist. In diesem Fall sind das minimale Werte, dennoch sind sie notwendig.
 Jedes Foto kann man  groß anschauen. Nur eines fehlt: Die Schultern sind komplett neu geschlossen. sieht man etwas auf dem letzten Bild.

Monday, February 22, 2016

Chemisier bleu pour Maman

Endlich konnte Mum ihre Bluse abholen und wir haben gleich auch alles abgelichtet.
Для русскоязычных: информация этого поста содержится у меня в теме на сезоне здесь
Diese Bluse habe ich im Rahmen eines Wettbewerbs und aufgrund von Bedarfs genäht.
Der Plan sah so aus. Ottobre 05/2012, Modell 14
Die Präsentation der Bluse soll beim Betrachter Assoziationen mit Paris hervorgerufen:
 





















Der Stoff ist ein BW-Jacquard für Blusen, relativ fest und blickdicht.
Schwieriger als die Suche passender Knöpfe zum Stoff erwies sich die Suche nach dem richtigen Garn. Wer hätte das gedacht? Diese Jacquard-Webung besteht aus marine-blauem Faden und einem weißen. Insgesamt ergibt sie eine blau-grau- lila Mischung. Und genau dieser Lila-Ton machte mir zu schaffen. Letztendlich fand ich in einem Saba Katalog passendes Garn und musste fast eine Woche darauf warten.
Die erste Probe war nach dem Abmessen des OW-Maßes, weil ich wegen der Biesen und Abnäher schlecht einschätzen konnte, wie das ausfallen wird. Zuerst wählte ich Größe 52. Die erste Anprobe zeigte: Anpassen macht gar keinen Sinn, man muss mindestens 1 Größe  kleiner, womöglich auch 2. Ich verglich die Breiten-Maße des Vorderteils und die des Rücken und kam zum Entschluss, dass 48 eigentlich perfekt passen sollte. Wegen der Besonderheit des Busen meiner Mum musste ich den Abnäher selbst legen, der von Ottobre war für uns unbrauchbar.
Mehrere Stunden habe ich damit verbracht, Plissees zu legen. Das musste einerseits in die Ärmelsaumabschnitte passen und dann noch in gegenseitige Richtung laufen.
Die Naht über dem Plissee war eigentlich eine vorübergehende zum Bügeln. Aber Mum fand sie gut und bat mich, sie noch dran zu lassen:-)
Die Abnäher im Nacken sorgen für perfektes Anliegen, besonders wenn man einen Witwenbuckel bekommt.
 Vorne sind Biesen.
 Seitlich kleine Schlitze.
Und hier noch kleiner Einblick ins Innere: Der Beleg.

Zum Schluss noch ein paar Tragefotos:







Friday, February 19, 2016

Tiffany

So heißt der Schnitt zu dieser Bluse von Style Arc.
Для русскоязычных: информация этого поста содержится у меня в теме на сезоне здесь

Dass ich auf die Schluppen stehe, ist an sich nichts Neues.
Was diese Bluse so besonders macht, sind die Prinzessnähte. Ich weiß nicht warum, aber es gibt selten diese Kombination, die Schluppe und die Prinzessnaht.
Der Stoff ist weiche Winterviscose in Richtung Musselin, blickdicht.Gekauft hab ich ihn vor 4-5 Jahren und war mir bisher zu schade ihn zu verwenden. Es musste ein Schnitt gefunden werden, der dieses Stoffes würdig wäre. Und dann sah ich diese Version. Dann kamen der Stoff und Schnitt zusammen.
Eigentlich gibt's da nicht viel zu erzählen außer einem:
Ich habe vorher noch nie den Kragen-Teil im schrägen Lauf zugeschnitten und das war gut so, denn das tue ich nicht noch mal! Und das empfehle ich auch niemandem. Damit das Band im schrägen Lauf eine konstante Breite hat, müsste er gezogen werden. Dann kann ich gleich zu dem Quer- oder Längszuschnitt greifen. Außerdem finde ich es nicht grade vorteilhaft, wenn das Band im nicht umgeschlagenem Zustand eine Welle an der Umbruchlinie macht.
Und wie immer lege ich besonderen Wert auf die Wahl der Knöpfe. Man kann mit den Knöpfen das Stück aufwerten oder verunstalten.
Die Manschette ist bei der Bluse recht hoch, aber nicht zu hoch und ist angenehm.
Hier sind noch Fotos vom Saum und  der Schluppe. Der Kragen besteht aus 3 Teilen: Zwei gehören zur Schleife und eins ist der Kragenteil am Hals.